Sichtermann_Vergewaltigung und Sexualität

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In dem erstmals 1987 erschienenen
Text kritisiert Sichtermann ein in der
Frauenbewegung vorherrschendes
Bild weiblich-friedlicher Sexualität.
Dagegen begreift sie die Lust am
Zufügen und Erleiden von Schmerzen
als der »normalen« Sexualität
innewohnend. Sexualität sei ein Tanz
mit passiven und aktiven Figuren,
welche erst durch das Patriarchat
dem weiblichen und dem männlichen
Geschlecht zugewiesen werden. Mit
Rücksicht auf den Doppelcharakter
von Lust und Schmerz, der auch eine
Uneindeutigkeit von Ja und Nein
impliziere, könne eine Grenzlinie
zwischen Vergewaltigung und Sexualität
gezogen werden: Eine Vergewaltigung
sei zuvörderst eine Demonstration
von Macht und Autorität, die
zeige, dass der Vergewaltiger nicht
nur die Frau, sondern auch die Sexualität
verachte und unterwerfen wolle.


Schlagworte: Sexualität, weibliche Sexualität,
Vergewaltigung, Vergewaltigungsphantasie,
Schmerz, Lust, Körperverletzung, Sado-Masochismus, Frauenbewegung

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